Ein Leuchtturm für's Kinderzimmer
das grosse Sommerfest
Big Bubbles - DIY - grosse Seifenblasen
Making Music - selber Musikinstrumente basteln
Der Rätselfisch und 4 weitere Ideen für den Sommer

Donnerstag, 23. Januar 2014

Trefft heute...Marja von Spielpause


Eine orange Faden-Wolken-Karte ist mir bei Nina's Upcycling Dienstag vor einiger Zeit ins Auge gesprungen. Marja hat sie als Lockerungsübung beim Nähen gemacht. Die farbenfrohen Pumphosen und Zipfelmützen dazu (in ihrem online-Shop) sind ideal zum rumtollen. Jeden Freitag schreibt sie über einen Spruch ihrer Tochter, ergänzt mit einem schönen Foto (Serie zum mitmachen: Kindermund). Es wird gewerkelt, gelacht und sie sind viel draussen unterwegs...das wird alles in tollen Bildern festgehalten.
Ich habe zuerst die Spielpause falsch verstanden, dachte an die Pause beim Spielen mit Kindern...Dabei ist Marja Musikerin und mit dem Orchester unterwegs. Wobei es ja für beides steht bei diesem Blog, oder?* Zuhause in Leipzig, wo sie mit ihrer vierjährigen Tochter lebt und als freischaffende Musikerin arbeitet.

*Marja: Die Spielpause ist durchaus zweideutig gemeint... In erster Linie ist das Bloggen für mich Pause und Ausgleich vom Musikleben. Eben eine Spielpause (so wird in Orchestern und Theatern die spielfreie Zeit genannt). Das Leben (und Spielen) mit Kind passt aber natürlich auch ganz prima zum Blognamen ;-). 

- Darf ich fragen, was für ein Instrument du spielst?
Natürlich darfst Du ;-)... Ich spiele Querflöte. Und habe in Kindertagen ganz klassisch mit der Blockflöte angefangen. Nach dem Abitur studierte ich Musik und habe seither viel schönes in diesem Beruf erleben dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Nichtsdestotrotz sehne ich mich oft nach etwas Handfestem. Die Musik ist berührend in jeglicher Hinsicht, aber man kann/muss sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht begreifen. Vielleicht werkle ich deswegen als Ausgleich auch so gerne mit den Händen… 

- Mit was für einer Kamera fotografierst du?
Als ich vor nun fast drei Jahren mit dem Bloggen begann, habe ich mir sehr bald eine Canon Eos 1100d gekauft, weil ich mit meiner kleinen Digitalknipse nicht mehr zufrieden war. In der Canon steckt viel von mir noch immer ungenutztes Potential. Mit kleinen Schritten gehe ich inzwischen aber immer öfter auf Entdeckungsreise (also raus aus dem Automatikmodus) und hinein in die Bildbearbeitung...


- Wo steht dein Arbeitstisch mit Nähmaschine und den Stoffbergen?
Ohje, das ist zur Zeit ein heikler Punkt… Seit Eröffnung meines kleinen Dawandalädchens im letzten Jahr sind meine Stoffvorräte doch sehr angewachsen. Ein deckenhoher Schrank wurde eigens dafür angeschafft und nun ist auch darin schon kein Platz mehr. Und am Platz fehlt es in jeder Ecke, weswegen wir uns gerade nach einer neuen Bleibe umschauen. Mein Hauptarbeitsplatz ist im Moment tatsächlich in der Küche, das muss sich dringend ändern...

- Mit welchen Materialien arbeitest du am liebsten?
Ich streichle gerne jegliche Stoffe aus natürlichen Fasern. Wenn sie als Altkleider daherkommen und ich ihnen durch eine Umgestaltung neues Leben einhauchen kann, mag ich sie besonders. Überhaupt sind mir Materialien mit Geschichte, das kann auch ein schönes Papier sein, doch die liebsten.


- Was sind deine wichtigsten Werkzeuge und was für eine Nähmaschine hast du?
Im Laufe meines Nählebens habe ich mir viele Werkzeuge angeschafft, von denen manches mehr und manches weniger nützlich ist. Wichtig war und bleibt immer die ganz normale Stoffschere, aber auch den Rollschneider und das Patchworklineal möchte ich nicht mehr missen. Und leider, leider wird doch immer mal wieder wichtig: der Nahttrenner. Einiges an Firlefanz steht überdies aber unnütz in der Ecke und hat sich bei mir dann doch nicht etabliert. Bald soll es deshalb einen kleinen Spielpausenflohmarkt geben. 
Ich nähe seit einigen Jahren schon auf einer Gritzner Tipmatic 6122. Nach einer längeren Aufwärmphase sind wir doch gute Freunde geworden. Irgendwann kam eine Overlockmaschine (erst Gritzner 788, jetzt Bernina 1150 MDA) ins Haus und in den nächsten Wochen wird sich hoffentlich eine Freundschaft zwischen mir und der schon seit einiger Zeit in den Startlöchern wartenden Janome Cover Pro entwickeln. 

- Wann findest du Zeit für deine verschiedenen kreativen Tätigkeiten?
Früher habe ich immer nachts gewerkelt und bin morgens nicht aus dem Bett gekommen. Seit ich Mama bin, ist es eher umgekehrt. Ich liebe den Morgen und falle abends nun mitunter sehr früh ins Bett...



- Wo findest du deine Inspirationen?
Das Internet ist voll von grossartigen Inspirationen. Nur leider frisst es die Zeit für die Umsetzung oft gleich mit. Im echten Leben inspiriert und berührt mich deshalb vieles tatsächlich nachhaltiger als in der schnelllebigen virtuellen Welt. Allen voran meine kleine Tochter, die mir in vielen Dingen ein quirliger Ideengeber ist. Aber auch beim ganz bewussten “Draussensein” kann ich wunderbar abschalten und Platz für Neues schaffen, mal die Perspektive wechseln und Inspirationen sammeln.  

- Was war der entscheidende Augenblick oder Ausspruch, um mit der Serie Kindermund zu starten?
Das kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Es war weniger ein bestimmter Kindermund als vielmehr das ständige Ärgernis darüber, wieder einen großartigen Ausspruch vergessen zu haben. Das kommt leider noch immer oft genug vor, aber alles in allem gehen doch nicht mehr so viele Weisheiten verloren. Der erste Kindermund der Serie war dieser hier: Mama, schau mal, da ist eine Amsel! Ja, das hast Du gut erkannt... Das ist ein schwarzes Männlein mit gelbem Schnabel, die Weiblein sind braun und haben einen dunkleren Schnabel. Und welche Nase hast Du, Mama?...



- Dein Lieblingsprojekt im Augenblick? Noch streng geheim, aber…
Im Augenblick würde ich oft gerne die Zeit anhalten, um in Ruhe anzugehen, was ich mir alles vorgenommen habe. Es tanzen ganz viele Ideen im Kopf umher, aber es fehlt ganz deutlich an Zeit und Raum dafür. Eine neue Jacke für’s Kind, endlich auch für mich eine Patchworkdecke und einiges andere mehr…  Auch des Lädchens wegen muss anderes gerade warten. Und doch, ich lerne in dieser Zeit so vieles aus ganz unterschiedlichen Bereichen und finde das ganz grossartig, weil es mich sehr zufrieden macht. Vielleicht ist es das also schon, das Lieblingsprojekt…? 


Liebe Marja, herzlichen Dank für's Fragen beantworten und die tollen Bilder dazu!

Hier geht's zur http://spielpause.blogspot.de/ oder für ein e-mail an spielpauseblogspot(at)googlemail(dot)com

Titelbild und der Auslöser für dies alles hier: spielpause/2013/10/lockerungsubung


Die Übersicht mit allen Interviews auf dem Blog findes du hier: Trefft heute...

Merci für's reinschauen und ich freue mich immer über deinen Kommentar!

Kommentare:

  1. Wie gern bin ich Dein Gast, Natalie. Hab Dank! Ich freue mich weiter am Wachsen Deiner einzigartigen Ideensammlungen. Nirgendwo sonst finde ich so viele schöne und spannende Ideen rund um das Spiel mit Kindern. Dankeschön! Herzliche Grüße, Marja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. liebe Marja
      Herzlichen Dank und bei dir tut sich ja auch immer Neues. Die Hörproben deiner pfeiffenden Tochter waren witzig.
      lieber Gruss Natalie

      Löschen
  2. ach, marja, ist das schön — und so ein nettes bild. liebe natalie, ich freu mich, dass marja mich endlich wieder hierher gelotst hat. keine ahnung, wie mir das lesen hier abhanden kommen konnte, wo ichs doch so mochte. na, jetzt ist ja wieder alles gut :) danke euch beiden!

    AntwortenLöschen
  3. Wie unterhaltsam aus dem Leipziger Nähkästchen geplaudert, das war jetzt eine nette Abendrunde hier ;-) LG Ghislana

    AntwortenLöschen
  4. Oh, ich freu mich, hier etwas mehr vin Mrja kennenzulernen! Insgeheim hoffe ich nämlich noch, dass wir uns auch im wahren Leben mal kennen lernen :)
    Liebe Grüße von
    aennie
    (Und nun husche ich mal zu deiner Interviewübersicht :) )

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Natalie

      Löschen
  5. Liebe Marja,

    ja, so hab ich dich kennengelernt, charmant und feinsinnig und dass du die Arbeiten für dienen Shop so dringend brauchst, um etwas Handfestes zu machen, kann ich gut verstehen. Und das läuft doch auch ganz fein.
    Von daher wünsche ich dir vorallem viel zeit und dass die Suche nach einer neuen Bleibe erfolgreich sein wird (ich hoffe, ich darf dich dann dort auch mal besuchen und vielleicht doch nochmal in den Genuss deiner nicht beGREIFbaren Musikinszenierung auf der Bühne kommen).

    Und dir liebe Natalie, herzlichen Dank, dass du Marja eingeladen hast zu diesem feinen Interview.

    Liebste Grüße
    Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. liebe Katja
      Habe ich gerne gemacht.
      Herzlicher Gruss
      Natalie

      Löschen