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Sonntag, 29. November 2015

Gästebeitrag von den Brambrillas - Weiss der Weihnachtsmann, wo ich jetzt wohne?


Letzen Mittwochabend stand ich an der Tramhaltestelle und auf der Anzeigetafel stand, dass der 2er erst in 7 Minuten kommen würde. Mmhhh, mal schauen ob die Geschichte von den Brambrillas schon in der mailbox ist. Ja! Habe sie angefangen zu lesen, dabei die Kälte und den Nieselregen vergessen und auch noch fast das Tram verpasst. Zu Hause angekommen wurde sie gleich ausgedruckt und als Gute-Nacht-Geschichte gelesen!

Weiss der Weihnachtsmann, wo ich jetzt wohne?

Timo kann nicht schlafen. Mitten in der Nacht beobachtet er traurig die ersten Schneeflocken, die an seinem Fenster vorbeiwirbeln. Morgen werden seine beiden besten Freunde Andi und Ella sich auf dem Pausenplatz die Schneebälle um die Ohren pfeifen lassen. Aber ohne Timo, denn er wohnt jetzt ganze drei Zugstunden von ihnen entfernt. Ob Andi und Ella ihn auch so vermissen wie er die beiden?

Alles kommt Timo so fremd vor, sein Zimmer, die Strassen, die Nachbarn. Erschrocken hält er plötzlich inne. Der erste Advent steht schon bald vor der Tür. Weiss der Weihnachtsmann wohl, wo Timo jetzt wohnt? Wenn nicht, kann er ihm seinen grössten Wunsch ja gar nicht erfüllen! Eine Idee muss her und zwar schnell! Timo überlegt turbomässig und springt dann leise aus seinem Bett.

Zufrieden blickt Timo nach getaner Arbeit auf das bunte Plakat, das er gebastelt hat. Nur noch die warme Jacke und die Wollmütze überstreifen und raus geht’s. Mama und Papa schlafen tief und fest. Das weiss Timo, weil er den Papa laut schnarchen hört und Mama sicher ihre Ohren mit den kleinen Knetkugeln zugestopft hat, um den Papa nicht zu hören. Vorsichtig tappt Timo mit Hammer, Nagel und dem Plakat die dunkle Treppe runter in den verschneiten Garten. Uff, ist das kalt! Doch, was sein muss muss sein! Gut sichtbar, direkt an der Strasse hämmert Timo sein Plakat am Holzgartenzaun fest und merkt erst gar nicht, dass sein Papa verschlafen an der Haustür steht und ihn beobachtet.

„Was machst du denn mitten in der Nacht im Garten?“, fragt der Papa verwundert und zieht schnell Mamas Hausschuhe und ihre Wolljacke an, weil er seine Sachen zwischen all den noch nicht ausgepackten Umzugsschachteln nicht finden kann. Timo muss lachen, als sein Papa in Mamas viel zu kleinen Sachen durch den Schnee zu ihm stampft, um das Plakat zu lesen.
„Lieber Weihnachtsmann. Ich wohne jetzt hier“, hat Timo darauf geschrieben und sich selbst gezeichnet.
„Toll gemacht, mein Grosser“, meint der Papa schmunzelnd.
„Was ist denn hier los?“, wundert sich Timos Mama, die jetzt in Papas viel zu grossem Mantel ebenfalls an der Tür steht.
„Wir feiern den ersten Schnee!“, erklärt Papa und formt einen ersten Schneeball.
Schnell bringt sich Timos Mama in der Küche in Sicherheit, bevor Papa und Timo mit den Schneebällen nach ihr werfen können.
„Ich mach mal Kakao für meine beiden verrückten Schneehasen“, ruft sie lachend.

Die Schneeballschlacht mit Papa hat Timo Spass gemacht. Mit Andi und Ella wäre sie aber noch lustiger gewesen. Mama kann sich schon denken, warum Timo so nachdenklich an seinem Kakao schlürft.„Was wünscht du dir denn dieses Jahr vom Weihnachtsmann?“, fragt sie, um Timo auf andere Gedanken zu bringen.
„Ein Geschwisterchen und dass Andi und Ella mit mir Weihnachten feiern“, sagt Timo traurig.
„Und ihr?“, fragt er seine Eltern.
„Das deine Wünsche in Erfüllung gehen“, sagen Mama und Papa gleichzeitig.

Als Timo in dieser kurzen Nacht vor dem ersten Schultag am neuen Ort endlich einschläft, träumt er nicht vom Weihnachtsmann und von heissem Kakao. Nein, als riesiger Weihnachtskeks rennt er vor seinen neuen Schulkameraden davon, die nach ihm greifen und ihn aufessen wollen.
Zum Glück sind die Kinder an der neuen Schule gar nicht so schlimm wie Timo befürchtet hat. 
„Man muss sich halt erst aneinandergewöhnen, aber das wird schon“, tröstet ihn Mama. 
Zum Glück kann Timo an Mamas Computer mit Andi und Ella telefonieren, wann immer das Heimweh nach seinen Freunden zu gross ist. Und das Schöne ist, dass er die beiden dabei auch sehen kann.

Mit jedem Tag weihnachtet es immer mehr. Timo hat keine Alpträume mehr, aber der traurige Klos in seinem Hals ist immer noch da. Nicht mehr ganz so gross wie auch schon, aber eben immer noch da. In den Häusern duftet es nach Zimt und gebratenen Äpfeln. In der Schule bastelt Timo Geschenke für Andi und Ella, und immer wieder hofft er, dass der Weihnachtsmann sein Plakat gesehen hat und weiss, wo er ihn finden kann. Gemeinsam mit Papa und Mama baut Timo zwei lustige Schneekinder, die aussehen wie Andi und Ella. Na ja, fast. Die Karottennasen sind etwas zu lang. Aber der Rest ist schon ganz gelungen. Während er die selbstgemachten Geschenke für die beiden verpackt, horcht Timo auf. Er hört Andi und Ella, die nach ihm rufen, aber das kann ja gar nicht sein!

„Ein Briiiief für Timo!“, ruft sein Papa an Heilig Abend.
Als Timo vorsichtig den Brief öffnet, rieseln kleine Goldsterne heraus.
„Lieber Timo, ich weiss sehr wohl, wo du wohnst, mein Grosser. Der Weihnachtsmann weiss alles, und vor allem weiss er, dass kein Kind auf der Welt an Weihnachten traurig sein darf. Schau mal im Garten nach und lass dich überraschen! Fröhliche Weihnachten und bis zum nächsten Jahr. Da klappt das mit dem Geschwisterchen! Versprochen!“

Als Timo im Garten steht, kann er nichts Besonderes entdecken, ausser dass die Karottennasen von Andi und Ella weg sind. Etwas enttäuscht will Timo zurück ins Haus, aber da hört er ein leises Kichern. So kichern nur Andi und Ella! Kann das sein? Aber ja, denn plötzlich wirft jemand einen Schneeball nach Timo. Das Kichern wandelt sich zu einem lauten Lachen und spätestens jetzt, sieht Timo, dass der Weihnachtsmann ihm seinen grössten Wunsch tatsächlich erfüllt hat. Andi und Ella springen auf Timo zu und alle drei lassen sich in einer festen Umarmung in den Schnee fallen.

Und was wünscht ihr euch für Weihnachten? Wir jedenfalls wünschen uns, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Herzlichst, eure Brambrillas

Uns hat die Adventsgeschichte sehr gut gefallen und Dir?

Liebe Daniela und Isabella
Vielen lieben Dank für euren Gastbeitrag hier im Blog. Ich fühle mich reich beschenkt, denn gute Geschichten trägt man immer im Herzen bei sich! 

Update 7.12.2015: Du kannst dir die Geschichte HIER ausdrucken. 

Jetzt geht's bitte schön direkt zum Mitmachspass der beiden Schwestern! Lest Geschichten, probiert die Bastelideen aus! Meine Tipps sind: Das Zippel-Zappel-Züppel-Gedicht und Prinz Picobello 

Hinweis: Der direkte Kontakt mit ihren kleinen Lesern liegt den Schwester am Herzen. Sie kommen gerne in eure Schule oder Bibliothek und lesen ihre Geschichten vor. Kontakt: info@cianciarulo.com

Bildnachweis: brambrillasmitmachspass.blogspot.ch

Kommentare:

  1. Was für eine schöne Geschichte!!!
    Kann ich die irgendwie ausdrucken? Wöre schön, dann könnte sie in ein Adventkalendercouvert...

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    Antworten
    1. liebe Taya
      Du kannst die Geschichte neu ausdrucken. Habe am Ende des Beitrages ein PDF hinterlegt dafür.
      Herzlicher Gruss
      Natalie

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