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Freitag, 5. April 2013

Das weisse Huhn und warum es ein Zelt braucht


Das weisse Huhn (Eierwärmer) braucht ein Zelt und zwar ein ganz bestimmtes. 
Ich fotografiere für den Blog in letzter Zeit viel im Wohnzimmer auf einer weissen Kommode (Ich mag die Kante im Bild). Dem weissen Huhn hat das gar nicht gepasst und es war entweder nach der Bildbearbeitung zu blass oder zu grell. Wieder einmal Zeit mein Fotobuch von Heidi Adnum: the crafters guide to taking great photos aus dem Regal zu nehmen und endlich das Lichtzelt nach zu bauen.

Was es dafür braucht:
- Kartonschachtel mind. 35x40x25cm
- weisses Papier oder weisse Klebefolie um die Schachtel innen weiss auszukleiden, falls die Schachtel aus braunem Karton ist.
- transparentes Papier (Pauspapier, Backpapier, Seidenpapier...)
- schneeweisse Papierrolle als "unendlicher" Hintergrund
- Bleistift, Schneidematte und -lineal, Japanmesser, Malerklebeband

Wie es geht:

1. Bei der Kartonschachtel oben und seitlich möglichst grosse Flächen rausschneiden. Oben zur Rückwand auf die ganze Länge einen Schlitz schneiden (für die Papierrolle).
2. Mit der weissen Klebefolie die seitlichen Kartonstücke innen weiss abkleben. Transparentes Papier etwas grösser als die Öffnungen ausmessen und aufkleben. Die weisse Papierrolle zuschneiden und einfädeln.
3. Die Papierrolle mit zwei kleinen Gegenständen am zurückrollen hindern.
4. Gegenstand hineinstellen. 

Das weisse Huhn im Fototest:

1. auf der weissen Kommode bei Tageslicht
2. im Lichtzelt, am Boden, Tageslicht von rechts
3. im Lichtzelt, LED-Arbeitslampe von recht oben
4. im Lichtzelt, LED-Arbeitslampe von links oben, Huhn "zurecht" gezupft.
iphone 4S, automatische Einstellung, ohne Stativ

Ein grosser Unterschied von 1 zu 4, oder?

Mein Schwergewicht beim Fotografieren liegt bei der Bildkomposition und dem Ausschnitt. Ich fotografiere mit dem grossen Display und "ausgestrecktem" Arm. Stativ nur in Ausnahmefällen (Origami-Anleitungen). 
Für Blogger habe ich dann ausprobiert, wie ich die Bilder bei der Tonwertkorrektur anpassen muss, dass ich keine graue Suppe im Blog habe. 
Bei den Handarbeiten fotografieren ist mir aufgefallen, dass einige Materialien direktes Sonnenlicht "lieben" und andere mit einem Diffusor besser aussehen. Von dem her liegt bei mir der Schwerpunkt im Augenblick ganz klar beim Lichteinfall.

FILZ

links: direktes Sonnenlicht
rechts: Diffusor (Skizzenpapier), Sonnenlicht
iphone 4S, automatische Einstellung, ohne Stativ
Filz leuchtet in direktem Sonnenlicht auf, jede Faser glänzt. Von da her probiere ich Filz immer draussen im Sonnenschein zu fotografieren.

HOLZ

links: direktes Sonnenlicht
rechts: Diffusor (Skizzenpapier), Sonnenlicht
iphone 4S, automatische Einstellung, ohne Stativ
Der Steinbock aus Holz glänzt seidig mit dem Diffusor. Links wirken die Schatten und das Schwarz zu hart.

Anmerkung: Mit einem Lichtzelt(Ministudio) schafft man einen neutralen, natürlich wirkenden Hintergrund mit sanften Schatten.

Habt ihr auch ein Lichtzelt zu Hause? Wo und wie fotografiert ihr eure Handarbeiten?

Merci für's reinschauen und ich freue mich immer über euren Kommentar!

Kommentare:

  1. Danke für die vielen tollen Tipps... manchmal ist es wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die Sächelis mit verschiedener Beleuchtung aussehen!
    Liebe Freitagsgrüsse
    Nicole

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  2. Vielen Dank für diesen Post! Nun weiß ich, was ich mir bauen muss! Ich fotographiere immer mit normalem Tageslicht auf meiner Holzkommode! Das sieht man ja auch... Aber mit so einem Kasten wirken die Fotos doch glatt so richtig professionell! Super! ich mach mich gleich beim Einkaufen auf die Suche nach einem passenden Karton!
    Ein schönes Wochenende wünsch ich dir!
    Liebe Grüße
    Nicole

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  3. Leider habe ich noch keines. Deine Bilder überzeugen mich aber, dass ich sowas brauche :-)
    Allerdings fotografiere ich am liebsten draußen, Garten, Landschaft, Kinder - da geht das dann wieder schlecht, mit der Lichtbox.

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