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Freitag, 12. Oktober 2018

Workshop - einen Papierdrachen bauen



Im September sind Pascale und Carmen zu mir gekommen für einen weiteren gemeinsamen Workshop. Ich wollte etwas Leichtes mit Papier machen und natürlich sollten auch Pflanzen wieder eine Rolle spielen. 
Die Wahl fiel auf einen Papierdrachen bauen und dekorieren.
Die zwei Gärtnerinnen haben die Blumen, Zweige, Blätter und Äste gleich selber mitgebracht:-)


Montag, 7. August 2017

Workshop - Gelatinedruck mit Pflanzen



Jetzt in den Sommerferien habe ich endlich die Zeit gefunden, den Beitrag über den Workshop mit Carmen (ein schweizer Garten) & Pascale Treichler zum Thema Gelatinedruck zu schreiben. Da wir mit frischen Pflanzenmaterial aus dem Garten arbeiten wollten, kam dieses Jahr frühestens ein Termin im April in Frage.

Freitag, 20. November 2015

Workshop bei Carmen - Papier mâché


Zum dritten gemeinsamen Workshop hat diesmal Carmen (ein schweizer Garten) eingeladen. Das Thema: Figuren aus Papier mâché. Zur Vorbereitung sind von ihr zwei ganz tolle Figuren entstanden: der Kater Giacomo und eine Nachbildung der Comic-Figur EVA

Sie hat Pascale (Gartenkraut) und mich gebeten uns im Vorfeld die gewünschten Figuren auszusuchen. Zuerst gefielen mir auf pinterest Agenten-Kletterfiguren aus Spülmittelflaschen, dann entdeckte ich ein mobile mit einer Artistin, die einen Ball hält. Bingo!

Das Skelett besteht aus Alu-Draht (Gartencenter), WC-Papierrolle, Styroporkugel und Holzspiess.


Dieses wird dann mit Alufolie umwickelt und geformt. Danach mit Maler-Abdeckband umwickelt.  Der Ball ist aus einem Knäuel Altpapier und hat einen Trinkhalm in der Mitte, wo der Draht der Arme drinsteckt. 


Hier schaut Carmen Pascale beim Formen einer Figur über die Schulter. 


Pascal's Nikolaus und sein Begleiter sind schon auf dem Tisch unterwegs zwischen Tassen, Folien und Klebebändern...


Hier siehts du Carmen's Fuchskopf (Gemüse-Plastikschale, PET-Flasche und Karton) fertig verklebt. Bereit für den Auftrag der Paste. Diese haben wir dann erst zu Hause aufgetragen, da die nasse Paste einen Transport nach Hause nur schlecht überstanden hätte.


 Die Möglichkeit Kleidung darzustellen hat mich sehr angesprochen und darum hat die Figur zu Hause dann noch eine Trainerjacke mit Kapuze und Hosen "angezogen" bekommen.


Das Papier mâché mit dem Carmen arbeitet ist eine Mischung aus Zellulose und Wasser im Verhältnis 1:1 mit weichem Pinsel aufgetragen. 
Beim Einkaufen für den Workshop hat Carmen für uns auch Papier mâché Pulver besorgt, nur war dieses (ein Versehen) aus Holzmasse anstatt Zellulose. Tant pis! (Macht doch nichts)
Die Holz-Paste wird im Verhältnis 3:1 angerührt und muss dann eine Stunde ruhen. Aufgetragen habe ich sie mit einem Modellierwerkzeug (Spachtel). Es hat drei Mal gebraucht (oben, unten, ausbessern) bis die Figur ganz bedeckt war mit der Paste.


Ich habe sie dann noch gründlich abgeschliffen. Danach waren noch ein paar kleine Löcher zu schliessen. Paste oder Plakatfarbe? Habe mich für einen Auftrag mit unverdünnter Farbe entschieden. Die Figur soll monochrom bleiben, mit dem Farbton bin ich noch nicht ganz zufrieden. Das Trapez habe ich mit einem Mikado-Muster bemalt. 
Ein Blick auf die Vorlage zeigt, dass die Kugel einiges grösser ist und somit auch der Abstand zwischen den Armen und dem Kopf. Die Unterschenkel und Füsse sind mehr abgespreizt. Somit lässt sich die Figur viel besser bearbeiten!


Pascal's Nikolaus hat sein seinen roten Umhang und die Mütze bekommen und schaut nachdenklich drein. Wenn du wissen möchtest, wie sein Begleiter jetzt aussieht, dass klicke HIER drauf.


So, noch ein Foto der Gastgeberin mit ihren zwei Workshop-Teilnehmerinnen! 


liebe Carmen, herzlichen Dank für's ausrichten des tollen Workshops und die herzliche und kreative Atmosphäre, die du und deine Familie geschaffen haben! So lässt es sich wunderbar werkeln. 

Zu Carmen's Bericht über den Workshop mit dem fertigen Fuchskopf geht's HIER entlang.

Du hast die Beiträge über die zwei vorhergehenden Workshops von Carmen, Pascal und mir verpasst? Pflanzenfarben selber herstellen und Bildtransfer

Bildnachweis: Carmen Siegrist-Scherrer (Bild 1,2, 4-6), Pascal Treichler (Bild 11), Natalie Kramer

Ich würde mich  freuen, wenn du mir einen Kommentar schreibst und demnächst wieder bei mir reinschaust! Du kannst meinen Blog auch gerne auf deine Leseliste setzen oder per e-mail (oben rechts) abonnieren.

Freitag, 27. März 2015

Workshop Nr. 2 zum Thema Bildtransfer


Der erste von vielen Bildtrasfers an diesem Nachmittag wird vorsichtig abgezogen. 
Erkennst du wer sich hinter den Bildern verbirgt?


Es sind Carmen vom Blog ein schweizer Garten und Pascale vom Gartenkraut. Sie waren letzten Freitag bei mir in Zürich zu Besuch. Ein weiterer Workshop nach unserem letztjährigen mit Pflanzen färben war geplant, diesmal zum dem Thema "Bildtransfer": Die Grundtechniken mit Aceton, Gel Medium und Lavendelöl auf verschiedene Materialien aufgetragen.

1. BILDTRANSFER MIT ACETON


Ein MUSS: Laserkopien!


Die Farbkopie wird mit dem Druck nach unten auf den Holzkarton gelegt. Ein Wattebausch mit Aceton getränkt und übers Papier gefahren bis man den Druck sieht. 


Mit dem Falzbeil drüber ziehen. Aufpassen, dass es nicht verschiebt. 3-4x wiederholen, dann das Papier entfernen.





Carmen hatte eine Mappe voll witzigen Sprüchen, Grafiken und Mustern mitgebracht: " liebe Frauen! Wenn ein Mann sagt er repariert das, dann repariert er das! Man muss ihn nicht alle 6 Monate daran erinnern."- " Sag mal, hast du eine Ahnung wo die ganzen Kekse hingekommen sind? Die Fokoladenkekfe? Nein, kein Fimmer"" oder "Ich bin älter als das Internet"


Hier fehlt ein Bild von den leckeren Beeren-Gläsern, die Pascale zum "zvieri" mitgebracht hatte und die wir in der Pause geschmaust haben. Danke nochmals!

2. TRANSPARENTE KOPIEN MIT GEL MEDIUM


Paste auf Holzwürfel flächig auftragen. Das Papier mit dem Druck nach unten vorsichtig rein drücken und mit einer alten Plastikkarte darüber streichen. Wichtig: Über Nacht trocknen lassen!!! 


Hier siehst du den fertig übertragenen Text, vom Papier befreit am nächsten Tag. 


Eine Variante davon ist, mehrere Schichten von Gel aufzutragen und dann das Papier weg zu rubbeln. 


So erhält man eine transparente Kopie, vergleichbar mit einem Farb-Dia.


Das Foto auf eine Unterlage kleben mit Malerklebeband und dann mehrere Schichten Gel auftragen. Dazwischen immer wieder trocknen lassen. Im warmen Wasserbad vorsichtig das Papier entfernen.
Das sind Carmens Kinder auf der Schaukel, schön geworden, oder? Mein Brunnen-Kopf ist leider im Wasserbad zerrissen...


Für Pascale und Carmen hatte ich zwei ihrer Bilder am Abend vorher schon aufgeklebt, damit sie am Workshop auch schon rubbeln konnten. Den Schwamm nass machen und vorsichtig das Papier entfernen.


Die dunklen Blau-Grünen Fotos kamen auf dem Sperrholz super heraus!


Pascale trägt hier noch Speiseöl auf, um die Papierreste zu entfernen.


3. TRANSFER MIT LAVENDELÖL AUF STOFF


Die dritte und letzte Technik an diesem Nachmittag war mit Lavendelöl auf Stoff. Die Blüten auf dem Stoff und dann im Spätsommer davon Lavendelsäcklein nähen... 


Kopie mit Druck nach unten auf den Stoff legen und Öl aufs Papier träufeln. Mit Borsten-Pinsel verteilen. Bei Schwarz genügt das meist schon, bei Farbe sollte mit einem Falzbeil oder Kelle nachgeholfen werden. 


Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung vom Workshop und KEINE ANLEITUNG!! Das würde den Rahmen sprengen. 
Wenn du selber Bildtransfer ausprobieren möchtest, kann ich dir das Buch Buchtransfer von Courtney Cerruti im Haupt-Verlag empfehlen. Es gibt auch einige gute Videos zum Thema bei youtube.....

Bildtransfer würde ich mit Kindern erst ab 10 Jahren machen, da der Umgang mit Aceton und Lavendelöl vorsichtig sein muss und nichts in die Augen kommen darf. Wird zu ungenau aufgetragen oder zu ungeduldig gerubbelt ist das Ergebnis futsch....
Das gemeinsame Verschönern von Teenager-Zimmern mit Bildtransfer-Bildern kann ich mir hingegen sehr gut vorstellen.

Diese Technik macht sehr viel Spass, eine gute Vorbereitung bei der Auswahl der Bilder muss aber sein. Beim Auftragen und Rubbeln braucht es einige Übung, bis es richtig klappt. Mit einigen Fehl-Versuchen ist zu rechnen...

Herzlichen Dank an Pascale und Carmen für euren Besuch und den "gschaffige" Nachmittag! Freue mich schon auf Workshop Nr. 3

Bezugsquellen: Aceton bekommst du in der Drogerie. Bitte Sicherheitshinweise beachten (Watte offen verdunsten lassen etc.). Die Amsterdam-Gel Medium Glanz-Paste habe ich im Manor gekauft. Das Lavendelöl ist aus der Apotheke.

Bildnachweis: (c) ist Carmen  Siegrist-Scherrer, (p) ist Pascale Treichler und (n) ist Natalie Kramer

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Freitag, 15. August 2014

Pflanzenfarben selber herstellen, Farben-Workshop


Mit den Gästebeitrag über essbaren Blumen hat es angefangen und ein weiteres gemeinsames Interesse von Pascale und mir stellen wir dir heute vor: Pflanzenfarbe selber herstellen und sie ausprobieren.
Im Frühjahr haben wir das Thema ziemlich bald nach unseren ersten mails über essbare Blüten diskutiert. Das Schicksal oder unsere Terminplaner meinten es gut mit uns und wir fanden einen Termin am Ende der Schulferien diesen August. Bis dahin haben wir beide dann Fachliteratur gewälzt. Letzten Donnerstag war es endlich an der Zeit für den Farben-Workshop. Unsere beiden Kinder (9+11 jährig) waren auch mit dabei. Das Abenteuer konnte beginnen...


Fotografiert hat in unserem provisorischen “Chaos”-Labor Carmen vom Blog ein Schweizer Garten: "Danke vielmals für die tollen Fotos liebe Carmen und dass Du es in unserem provisorischen Labor ausgehalten hast."

Der Workshop hat bei Pascale im Garten stattgefunden. Bei ihr wachsen viele der Färberpflanzen und wir hatten auch genügend Platz um uns auszubreiten.
Auf der Terrasse durfte alles vor sich hin tropfen und Farbspritzer im Rasen waren auch nicht schlimm*. 

*Gerade erholt sich der Rasen wieder von zwei verbrannten Stellen, die wir aus Versehen mit den heissen Pfannen rein gebrannt haben.

Vorbereitung:
- Recherche im Internet und auf pinterest (Natalie): shibori und dipdye
- Fachliteratur : Pflanzenfarben Werkstatt und Entdecke die Farben der Natur von Helena Arendt (auf beiden Blogs besprochen); Werkstatt Naturfarben und Lehm von Heinz Knierriemen und Martin Krampfer (bei Gartenkaut)

Material: 
Pflanzen aus dem Garten oder Pigmente aus der Apotheke. Tipp: Schau mal an Ostern bei den Grossverteilern oder in der Drogerie nach, da wird auch immer spezielles Färbepflanzenmaterial verkauft. Textilien und Aquarellpapier


Was es braucht:
- eine grosszügige Arbeitsfläche
- Kochplatten, alte Pfannen und Gläser mit Verschluss für die Säfte
- einen Wäscheständer für die Textilien und die angetrockneten Aquarelle


Auswahl der Pflanzen:
- Baumnuss Schalen (grün) >Braun
- Apfelrinde >Grün
- Rudbeckia (Gelb-Schwarz)>Grün
- Zwiebel (rot) Grün
- Rotkraut>Violett bis Blau
- Aronia (Apfelbeeren)>Altrosa
- Frauenmantel> Hellgrün
- Randen> Magenta
- Indigo-Pulver> intensives Blau (Ist ein Thema für sich und ohne die dritte Zutat, sowie korrekt gekocht, gibt es nur ein verwaschenes Jeansblau...)
- Krapp-Pulver > rostrot - (das Krapppulver wird im heissen Wasser aufgelöst)

Spannend, dass die gewonnene Farbe nicht immer der Pflanzenfarbe entspricht!




Wie es geht:
Die Blätter oder Blüten können direkt mit Wasser gekocht werden 15-60 min je nach Kraut. Die Rinden müssen kleingeschnitten werden. Randen und Rotkohl werden gehackt, gemixt und durch ein Stofftuch gedrückt.


Die Flaschen mit den fertigen Farbauszügen unbedingt sofort anschreiben und am Besten die Frucht oder das Blatt dazu legen. Nach Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. Die Säfte halten sich da einige Tage. (Bild oben und unten: Apfelbaumrinde)

Textilien, die man mit Pflanzenfarbe behandelt, sollten vorher gebeizt werden (1h in Salzwasser kochen, Verhältnis 1:16). Die Stoffe dann einige Stunden im Farb-Sud liegen lassen, damit sie die Farbe optimal aufnehmen können. Zuverlässig und schnell (1h) sind Zwiebeln und Baumnusshüllen(grüne Schale aussen). Rotkraut (unten im Bild) und Randen waschen sich leicht wieder raus und die Farben kippen leicht von Violett ins Blau...


Angewandte Techniken: 
- shibori (abbinden, japanische Technik): kreisförmig geknüpft mit Gummibändern und Glasmurmeln* in der Mitte oder Kabelbinder mit zufälliger Faltung
- dip dye (teilweise eintauchen)

*Tipp von Dana Craft


Die Tücher sind im Nuss-Sud (kalt).


Aquarell
Aquarellmalen geht direkt mit den Farbauszügen. Einfach mit dem Pinsel rein und los geht's. Mit weisser Ölkreide und dann die gewonnene Farben grosszügig darüber aquarellieren. So entsteht eine Negativform.


Fazit von unserem ersten Pflanzenfarben-Workshop: 
Die Farben herstellen aus Pflanzen von und im Garten ist unkompliziert und das Aquarellieren damit macht Spass. Für das Färben der Textilien braucht es nochmals eine gründliche Recherche zum Fixieren der Farben. Die Farben wechseln während des Trocknungsvorgangs ihre Intensität. Violett (Rotkraut und Randen) ist sehr instabil.

Tipp mit Kindern: 
Mein Sohn ist 9 und Pascale’s Tochter 11 Jahre alt. Wir wollten sie dabei haben, damit sie sehen wie man mit relativ einfachen Mitteln selbst Farbe herstellen kann. Ob und wie viel sie sich beteiligen wollten, haben wir ihnen überlassen. Selber probieren, mithelfen, nur zu schauen oder was eigenes werkeln.
- Wichtig: Klare Sicherheitshinweise geben (mit Messer schnitzen, Wasser kochen).
- Mit den Farben malen können Kinder sobald sie einen Pinsel halten können, Kleidung entsprechend auswählen.
- Farben herstellen (kochen) kannst Du mit Kindern ab der 3.Klasse unter Aufsicht.

Wie geht es weiter mit den Pflanzenfarben?
Pascale und ihre Tochter machen Tinte aus den Farbsuden. Sie haben bereits erste erfolgreiche Schreibversuche gestartet. Ein Beitrag darüber folgt auf Pascale's Blog Gartenkraut.


Ich werde die Textilien weiterverarbeiten und nach besseren Fixierungsmöglichkeiten als nur mit Essig suchen. Die Ergebnisse bald hier auf dem Blog. Habe auch schon eine Idee für eine Bastelanleitung…

Ein herzliches Dankeschön an Carmen (einschweizerGarten) für’s Dabeisein und die schönen Bilder!

Vielen Dank für Dein Interesse, falls Du Fragen zum Thema hast. Mail uns doch einfach.

Grüess Natalie und Pascale

- Gästebeitrag von Pascale mit Essbaren Blumen
- Bericht über Pascal's Gartenkraut-Garten bei Carmen

Bildnachweis: ©  Carmen Sigrist-Scherrer, Pascale Treichler (Farbblatt), Natalie Kramer (Aquarelle) 2014

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